Dienstag, 26. Mai 2009

Faul Ei


Wie auf dem Foto zu sehen ist, mach dieser Klassiker der Kinderspiele auch in Burundi Spaß. Und zwar hier Erwachsenen. Um genau zu sein, sind es Erwachsene, die ehrenamtlich die Kinder des Projekts BAHO betreuen. Wir hatten letzte Woche zusammen drei Tage eine Klausur im Landesinneren, auf der wir die Grundlagen der Arbeit neu festgelegt haben und uns intensiv über die Strategie der Arbeit auseinandergesetzt haben. Dabei ging es nicht immer so lustig, wie auf dem Bild zu, doch am Ende können wir sagen, dass es eine erfolgreiche Zeit war. Wir sind übereingekommen, dass wir mit den Betreuern zusammen ein monatliches Programm für die BAHO Kinder erstellen und mit den Betreuern dann veranstalten. Es soll ein Programm sein, das eine Art Teenikreis ist mit Spielen, Singen etc.
Ab nächsten Monat machen wir uns an die Umsetzung und hoffentlich gewinnen wir jemanden, der uns hilft, das entsprechende Material für die Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen. Sonst müssen Jacques und ich ran und die Programme ausarbeiten und durchführen. Dies wird auf die Dauer aber schwer zu machen sein, da somit jedes Wochenende ausgebucht wäre. Jetzt fangen wir aber erst Mal an und schauen dann weiter – auf Kirundi: buhoro-buhoro

Sonntag, 17. Mai 2009

Zum Lachen – zum Weinen – zur Toilette!

Am Donnerstag war ich bei der amerikanischen Botschaft eingeladen, um über die Förderung unseres Projektes in Muramvya mit einer Mitarbeiterin zu sprechen. Ich bin ja schon einiges gewohnt, was Sicherheitsstandards in Botschaften anbelangt. Aber die Amis schießen den Vogel ab. Zuerst mal mit Detektor alles absuchen. Dann Handy und Schlüssel abgeben. Dann Geldbeutel dursuchen lassen. Zweite Schleuse: Wieder Detektor, alles absuchen. Dritte Schleuse nochmal alles absuchen und zum dritten Mal Geldbeutel durchsuchen. Nach fast 30 Minuten war ich dann drin! Und habe dann auf die entsprechende Frau gewartet. Dabei meldete sich mein Kaffee vom Morgen, dass er sich von mir verabschieden will. Ich zum Wachposten und ihn gefragt, wo denn die Toilette sei. Und ich dachte zuerst, ich hätte mich verhört. „Es gibt keine“. Nochmal gefragt: gleiche Antwort. Ich glaube, ich habe ihn angeschaut, als käme er vom Mars. Dann bin ich zu der Mitarbeiterin und habe sie gefragt, was jetzt zu tun sei. Sie wusste keinen Rat und schaute mich eher hilfesuchend an. Dabei war ich es ja, der welche brauchte. Und das dringend. Ich hatte dann vorgeschlagen, dass ich eben hinter dem Sofa …. (Pflanzen gab es keine aus Sicherheistgründen)
Kurz, es blieb dann nur eins – wieder raus und ein Restaurant suchen. Nachdem ich die Botschaft verlassen hatte und zurückkam, ging die ganze Prozedur wieder los – drei Sicherheitschecks. Am Schluss habe ich die Dame, von der wir eigentlich finanzielle Hilfe wollten, gefragt, ob wir denn einen Spendenaufruf starten sollten, dass die amerikanische Botschaft in Burundi sich eine Toilette leisten könne. Auf die Antwort warte ich noch. Wahrscheinlich ist sie in einer Sicherheitsschleuse hängen geblieben …

Mittwoch, 13. Mai 2009

neuer Rundbrief

Wir haben einen neuen Rundbrief. Wer ihn noch nicht empfangen hat, kommt hier zum download. Wer ihn abonnieren will, kann uns gern eine Mail schicken.

Montag, 11. Mai 2009

Stelle in Bujumbura

Wer hier im Land eine Weile leben will, kann sich in unseren Deutschunterricht einbringen. Mit Gehalt! Bezahlt von u.a. der deutschen Botschaft (Inhaber hat aber keinen Diplomatenstatus!). Hier die Stellenausschreibung:
Stellenangebot ab Sommer 09 in Bujumbura
Für den Deutschunterricht an der Belgischen und Französischen Schule, für Deutschkurse für Burundier und für den Deutschunterricht unserer Missionarskinder wird ein/e Lehrer/in gesucht. Voraussetzungen: Muttersprache Deutsch, abgeschlossenes Deutschlehramtssudium und Französischkenntnisse. Wer Interesse hat oder jemanden kennt, kann sich einfach bei uns oder bei Martin Kocher (Liebenzeller Mission) melden: 07052/17-126

Mittwoch, 29. April 2009

Herr der Ringe


Jetzt ist der plot der Trilogie um den Ringträger auch bei uns wieder aktuell. Sam, Pippin und Mary, die Begleiter des Helden aus den Romanen Tolikiens gibt es auch hier in Burundi. Allerdings in Hundeform. Und diese gehören einem amerikanischen Missionar. Besser gesagt gehörten. Denn die Missionare gehen zurück in die USA. Was tun mit den Hunden? Vor Wochen haben wir ja ein Fahrrad verloren und in diesem Rahmen über die Anschaffung eines Hundes nachgedacht. Jetzt ist es soweit. Mary ist bei uns eingezogen und hat als Wachhund nun hier ihr zuhause gefunden. Wir freuen uns, dass die Kinder sich langsam an sie gewöhnen (ja, im Gegensatz zur Vorlage aus den Romanen, ist sie ein Weibchen) und sie sich langsam an ihr neues Heim gewöhnt.

Dienstag, 28. April 2009

Wir sind zurückgezogen

Letzten Montag sind wir in Bujumbura wieder angekommen und zwei Stunden nach Ankunft war ich schon in der ersten Sitzung, da wir uns gerade um die Finanzierung eines Klassenzimmers in Muramvya kümmern und es hierbei doch einiges an Klärungsbedarf gab. Jetzt haben wir das geschafft und am Donnerstag werde ich auf der deutschen Botschaft sein, um den Vertrag zu unterschreiben. Das macht Mut, wenn andere sehen, dass wir eine wichtige und gute Arbeit machen und es auch finanziell unterstützen, was wir hier so denken und treiben. Ansonsten hatten wir einen tollen Urlaub und es war fast wie eine Art „nach Hause kommen“, als wir in Burundi angekommen sind: die Geräusche, der Krach, die Gerüche und das vertraute Chaos auf den Straßen haben richtig Lust gemacht, wieder hier einzutauchen und wieder ein Teil dieses pulsierenden und umtriebigen Lebens zu werden. Letzte Woche waren wir dann noch bei einer Ziegenverteilaktion dabei: 165 der ärmsten Menschen einer Region haben eine Ziege bekommen, mit der Auflage, die Erst- und Zweitgeburt an ihre genauso armen Nachbarn weiterzugeben. Ein tolles Programm, das man staunt und wundert sich, wirklich klappt. Letztes Jahr wurden in der Nachbarregion 200 Ziegen verteilt und nur 6 davon sind gestorben - der Rest hat wirklich angefangen sich zu vermehren. Mit diesen positiven Signalen aus der dritten Welt wünschen wir Euch eine schöne Woche.

Wir sind zurückgezogen

Letzten Montag sind wir in Bujumbura wieder angekommen und zwei Stunden nach Ankunft war ich schon auf der ersten Sitzung, da wir uns gerade um die Finanzierung eines Klassenzimmers in Muramvya kümmern und es hierbei doch einiges an Klärungsbedarf gab. Jetzt haben wir das geschafft und am Donnerstag werde ich auf der deutschen Botschaft sein, um den Vertrag zu unterschreiben. Das macht Mut, wenn andere sehen, dass wir eine wichtige und gute Arbeit machen und es auch finanziell unterstützen, was wir hier so denken und treiben. Ansonsten hatten wir einen tollen Urlaub und es war fast wie eine Art „nach Hause kommen“, als wir in Burundi angekommen sind: die Geräusche, der Krach, die Gerüche und das vertraute Chaos auf den Straßen haben richtig Lust gemacht, wieder hier einzutauchen und wieder ein Teil dieses pulsierenden und umtriebigen Lebens zu werden. Letzte Woche waren wir dann noch bei einer Ziegenverteilaktion dabei: 165 der ärmsten Menschen einer Region haben eine Ziege bekommen, mit der Auflage, die Erst- und Zweitgeburt an ihre genauso armen Nachbarn weiterzugeben. Ein tolles Programm, das man staunt und wundert sich, wirklich klappt. Letztes Jahr wurden in der Nachbarregion 200 Ziegen verteilt und nur 6 davon sind gestorben - der Rest hat wirklich angefangen sich zu vermehren. Mit diesen positiven Signalen aus der dritten Welt wünschen wir Euch eine schöne Woche.