Freitag, 26. Dezember 2008

Heilig Abend Gottesdienst





So wie versprochen gleich die Bilder unseres Heilig Abend Gottesdiensts. Wie gesagt, für uns war es eine reale Weihnachsterfahrung - ein einfaches Umfeld, mit Wärme, Sonne und vielen Menschen aus verschiedenen Hintergründen und mit verschiedenen Nationalitäten (Insgesamt 4!).Posaunenchor, Einzug der Hirten und Engelchor.
Außerdem noch ein Bild, das ich in unserem burundischen Weihnachtsgottesdienst aufgenommen habe.

Gestern wollten wir Euch einen Rundbrief zu Weihnachten schicken. Leider hat GMX meine Mail wieder als Spam eingestuft, daher jetzt erst mal den Brief im blog.
Manche haben dahingegen den Brief viermal bekommen, was damit zu tun hat, dass GMX die Mail so oft an einen Empfängerkreis verschickt hat. Ich versuche, das Problem zu lösen. Jedenfalls - Frohe Weihnachten!



Liebe Freunde,
Wir wünsche Euch frohe Weihnachten, wo auch immer ihr diesen Rundbrief empfangt. Wir lernen gerade, unsere Wahrnehmung, dass Weihnachten mit Schnee (bei manchen von Euch vielleicht Matschregen), bekannten Gerüchen und Schmücken und so weiter zu tun hat, zu ändern und wollen uns immer mehr auf die Spur der wahren Weihnacht machen (bietet sich bei der Wärme an, oder?). Anbei ein Bild, wie Silas Weihnachten sieht.
Gott kommt. Mitten ins Leben.
Frohe Weihnachten Euch! Und ein gesegnetes neues Jahr!
Danke für all Eure Telefonate, Mails, Briefe und Pakete.
Eure Hoffmanns aus Burundi

P.S: Bilder von unserer deutschen Weihnachtsfeier in Burundi (ja, wir haben gestern einen Familiengottesdienst an Heilig Abend auf Deutsch gefeiert und dazu die anderen Deutschen, die hier sind, eingeladen) gibt es die nächsten Tage im blog ebenso unser Eindruck von Weihnachten hier …

Freitag, 19. Dezember 2008

Trommeln in der Kirche


Dank einiger Spenden konnten wir einen Teil unseres Projekts revitalisieren. Wir haben eine burundische Trommelgruppe in unserem Projekt. 20 unserer Kinder sind da drin und üben mit ihren Trommeln christliche Lieder ein. Die Trommeln (besser: die Felle) waren kaputt gegangen, weil das Holz der Trommeln noch nicht trocken war und sie sich somit noch verzogen haben und die Häute gerissen sind. Jetzt können wir die Trommeln neu bespannen und sie werden höchstwahrscheinlich zur Weihnachtsfeier mit den Kindern eingesetzt. Die Weihnachtsfeier (hier kombiniert mit Neujahrsfeier) soll in den Schulferien am 30.12. stattfinden. Ich bin schon sehr gespannt wie das wird. Unsere eigene Weihnachtsstimmung hält sich immer noch in Grenzen – es ist einfach so, als ob im Juli jemand sagen würde, nächste Woche ist Weihnachten und weder die Geschäfte noch man selbst ist drauf eingestellt. Einzige Ausnahme was Geschäfte anbelangt: unser chinesischer Supermarkt hat Plastikbäume, die zwar jedes Jahr wieder verwendet werden können, aber total hässlich sind. Der Hintergrund ist, dass bis vor einigen Jahre viele echte Bäume geschlagen und verkauft wurden. Aber der Präsident hat dem ein Riegel vorgeschoben und es verboten, weil es dem Boden und der Umwelt nicht gut tut. Seither sind chinesische, blinkende Kitschplastikbäume in Burundi angesagt. Wir wünschen Euch einen schönen 4. Advent!

Montag, 8. Dezember 2008

„Gott hat es gut gemacht“

Nils ist begeistert. Am Freitagabend waren wir mit ihm beim Arzt, der meinte, dass was an seinem Arm gebrochen sein könnte und wir am Samstag zum Röntgen müssten. Nils hatte riesen Schmerzen in der Nacht. Wir haben dann zusammen gebetet, auch dass der Arm nicht gebrochen ist, und als wir am Samstag dann beim Röntgen waren, hat sich rausgestellt, dass es eine Verstauchung ist. Seit gestern ist Nils schmerzfrei und erzählt jedem „Gott hat es gut gemacht – mein Arm ist nicht kaputt“. Wir freuen uns, dass Gott auch in solchen Dingen unsere Gebete erhört.
Am Samstag war die Zukunftswerkstatt und in den nächsten Tagen werden wir sie auswerten, dann kann ich mehr davon erzählen. Nur so viel: es waren weniger Kinder da, als erwartet, weil ein Marathon in der Stadt stattfand und am Samstag auch Examensarbeiten in manchen Schulen angesetzt waren und deshalb einige nicht kommen konnten.

Freitag, 5. Dezember 2008

Nikolaus und Advent


Der Nikolaustag im Kindi war cool sagt Nils, denn: „ich hab was geschenkt gekriegt“. In der Schule und Kindergarten ist heute der Nikolaus gewesen und hat jedem der Kinder ein kleines Geschenk gemacht. So tapfer wie Nils waren einige der anderen Kinder allerdings nicht. Der riesige Bart und der dicke Mantel waren für manche dann doch eher furchteinflößend und es brauchte schon Überwindung und die Hilfe von Mama oder Papa, um zum Nikolaus zu gehen und das Geschenk abzuholen. Für die meisten Menschen in Burundi ist Nikolaus aber weder ein besonderer Mann noch haben seine Taten hier eine Bedeutung. Nikolaus ist unbekannt. Wir halten aber an dem Brauch fest und da wir hier keine Stiefel haben, haben wir Sandalen der Kinder genommen und was reingemacht. Leider hat Nils sich am Nikolausvorabend beim Kämpfen mit Silas den Arm verletzt – morgen müssen wir röntgen und sehen, was los ist. Hoffentlich nicht gebrochen. Manche von Euch fragen uns, wie wir Advent verbringen: In dieser Adventszeit lesen wir abends regelmäßig eine Adventsgeschichte, machen dazu eine Kerze an und öffnen Türen in verschiedenen Adventskalendern – einer sogar digital! Dabei ist es witzig, dann unsere Symbole wie Schlitten oder Glöckchen in den Kalendern zu sehen –irgendwie wirken sie hier einfach fremd …

Sonntag, 30. November 2008

Adventszeit in Burundi?!

Wir wünschen Euch auf diesem Weg eine gesegnete Adventszeit!
Auch wir haben heute die erste Kerze an unserem Adventskranz angezündet, und ein bisschen unsicher die erste Strophe von: „Macht hoch die Tür“ gesungen. Dabei saßen wir kurzgekleidet in unserem Garten und haben uns den Käsekuchen mit Ananasstückchen schmecken lassen.
Um mit den Kindern ein besonderes Erlebnis zu haben, sind wir heute nach dem Gottesdienst ins Freibad gefahren! In Bujumbura gibt es ein richtig nettes Freibad und die Kinder und wir haben das Planschen wirklich genossen, auch wenn Silas heute Abend beim Telefonat mit den Großeltern wehmütig an das verpasste Schlittenfahren dachte.
Gestern (Samstag) habe ich mit den großen Jungs Ausstecherle gebacken. Sie waren mit Begeisterung bei der Sache und ich war dankbar, dass wir das im Freien machen konnten, das macht die Sache doch entspannter. Für unsere burundischen Arbeiter muss das doch echt befremdlich wirken. Aber auf ein bisschen mehr verrückt kommt e ja auch nicht mehr an. Ich habe einem Arbeiter dann auf kirundi- französisch versucht zu erklären, was Advent bedeutet und warum wir solche Sachen machen. Er hat nur staunend geschaut und sich interessiert die Bilder angesehen, die ich ihm dazu gezeigt habe. Die Barundi feiern nur den 25.12. als Weihnachten. Aber wie sie das machen, können wir euch erst nach dem 25. Dezember schreiben.
Auf jeden Fall dachte ich auch: in Burundi sind wir deutscher, als in Deutschland. Auch was das Essen anbelangt, ist es manchmal gut, was richtig Schwäbisches zu kochen und in die strahlenden Gesichter zu schauen. Ein Stück Heimat im Bauch oder ein Heimatgefühl,… das wird es wohl sein, was sich dann breitmacht.
Euch allen eine schöne erste Adventswoche und lasst Euch hoffentlich nicht vom Weihnachtsstress gefangen nehmen,…hier ist da absolut keine Gefahr, da es weder dekorierte Schaufenster gibt, noch sich das afrikanische Denken selten darum kümmert, was in 3 ½ Wochen passiert.

Dienstag, 25. November 2008

Zukunftswerkstatt



Am vergangenen Wochenende haben wir unsere erste Zukunftswerkstatt durchgeführt. Am Samstag waren 44 Kinder und 5 Betreuer aus unserem Projekt in einer Gemeinde zusammen und wir haben mit ihnen einen guten Tag zusammen erlebt. Grob ging es darum, zu sehen, welche Probleme die Kinder sehen und was man an Lösungen mit ihnen zusammen erarbeiten kann. Hier mal einige Äußerungen einiger Teilnehmer, dass ihr ein Gefühl bekommt, wie positiv die Sache aufgenommen wurde: „ich habe heute mal richtig mein Herz geöffnet“ „Wir wollen öfter einen solches Zusammensein“ „Ich habe gesehen, dass andere auch so Probleme haben, wie ich“. Manches ist, wie zu erwarten war, in der Organisation noch nicht rundgelaufen, aber es war wie ihr an den Reaktionen seht, ein guter Tag für die Kinder, die Betreuer und uns. Nicht nur Gemeinschaft wurde gefördert, mit Singen und Beten, sondern eben auch Problemlagen angesprochen und am Schluss mit Theater, Liedern oder Gedichten präsentiert, teilweise wirklich eindrücklich. Eine tolle Aktion, bei der auch eine Art stellvertretender Bürgermeister kurz anwesend war. Heute haben wir uns dann mit den Betreuern zusammengesetzt - nach einem vierstündigen Gottesdienst, bei dem ich zum Predigen eingeladen war (deshalb war der Gottesdienst nicht so lang, keine Sorge!). Auch sie haben uns Kritik und Lob rückgemeldet, hier einige Auszüge: „Ich habe manchen Kinder einige Dinge nicht zugetraut (Schauspiel z.B.)“, „ich war überrascht, wie offen die Kinder gesprochen haben“ „Ich fand es gut, wie gelöst alle waren“. Tolle Rückmeldungen. Es gab aber auch Kritik, wie dass die Gemeinde zu spät informiert wurde oder dass der Zeitplan außer Kontrolle geriet. An diesen Kritikpunkten wollen wir arbeiten, denn es liegen noch drei Wochenenden in weiteren Gemeinden vor uns, wo wir mit den Verbesserungen dann hoffentlich noch tiefer in die Welt der Kinder eintauchen können. Damit ihr dafür beten könnt, hier die Termine: 6./ 7. Dezember, 10./11. Januar, 24./25. Januar, Abschlussveranstaltung mit allen Betreuern am 31.1. Danke, wenn ihr uns durch Eure Gebete unterstützt!
Im Bild seht ihr, wie wir den Kindern Teilergebnisse präsentieren und ihre Zettel auf einer Schnur aufhängen.