Samstag, 9. Oktober 2010

Öffentlichkeitswoche


Diese Woche war eine Woche der Öffentlichkeitsarbeit - im Garten der deutschen Botschaft fand eine Ausstellung statt, die alle deutschen Initiativen in Burundi aufzeigte. Und mittendrin war der Stand der Liebenzeller Mission in Zusammenarbeit mit der Anglikanischen Kirche. Motto unseres Standes war "education délicieuse" - Ausbildung, die schmeckt. Da Tanjas Backgruppe tolle Muffins produziert und verkauft (was uns auch gute Kontakte brachte - frei nach dem Motto: Haste Kekse, haste Freunde), wollten wir hierbei neue " Geschäftspartner" gewinnen und für das Projekt werben. Da fast alle Programme der Liebenzeller Mission in Burundi mit Ausbildung und Bildung zu tun haben, nutzten wir weiterhin die Doppeldeutigkeit, um den Besuchern zu erklären, dass eine gute Ausbildung nicht nur schmeckt (im Sinne von satt macht und zufriedenstellt) sondern auch immer Appetit nach mehr macht: und schon konnten wir erklären, auf welchen Ebenen wir da mitmischen.
Wie immer bei solchen Anlässen, war es toll, auch die anderen Initiativen kennen zu lernen und zu sehen, was Deutsche alles in diesem Land bewegen (wollen) und wer was wie umsetzt - egal ob als staatliche Hilfsorganisation oder als freier Träger.
Einen ähnlichen Effekt hatte auch der Empfang zum 3. Oktober in der Botschaft. Dabei fiel mir mal wieder auf, wie viele Burundier gut deutsch sprechen, weil sie in Deutschland studiert haben oder für eine deutsche Firma arbeiten.

Sonntag, 26. September 2010

Schlag auf Schlag



In den letzten Wochen hat sich einiges getan - wir hoffen, dass sich die Umsetzung und Einführung der BAHO Clubs weiter so gut anlässt - ich werde in den nächsten Wochen Mal ausführlicher darüber schreiben.
Am Samstag fand die alljährliche Schulmaterialverteilung statt. Wie immer war es ein ganzer Tag im Auto, der irgendwie schlaucht. Und wie die letzten Jahre auch, waren unsere beiden neuen Kurzzeitmitarbeiterinnen mit dabei und auch die Attraktion. Toll ist es immer, dass man weiß, dass dieses Geld gut investiert ist. Viele Kinder hätten keine Möglichkeit die Schule zu besuchen und müssten zu Hause bleiben, wenn sie das Schulmaterial und die Schuluniformen nicht hätten. Somit ist es klasse "Nikolaus" zu spielen und rund 200 Kindern in Bujumbura zu helfen. Morgen geht es dann nach Muramvya, wo wir an rund 180 Kinder dieses Material verteilen wollen.

Donnerstag, 16. September 2010

Die ersten Muffins sind verkauft!!

Am vergangenen Mittwoch, unserem 2. Backtreffen, hatten wir doch tatsächlich schon die Bestellung für 50 Muffins vorliegen! Beim 2. Mal Backen war der Umgang mit dem elektrischen Handrührgerät schon vertrauter und auch die Waage bereitete schon keine Probleme mehr. Ich saß dann am Mittwoch mit 3 Mädchen zusammen, während die Muffins im Ofen gar wurden und rechneten, wie viel wir an diesem einen Vormittag schon „verdient“ haben und freuten uns. Doch dann wurden wir von einem verbrannten Geruch unsanft aus unseren Gedanken gerissen,… wer ist den an den Backofenschalter gekommen und hat ihn auf Unterhitze gestellt? Doch so was gehört wohl zum Lernen dazu. Nach dem ersten Schock hieß es dann noch mal Teig anrühren, denn wir wollten auf jeden Fall unsere Kundschaft nicht enttäuschen. So haben wir nur einen kleinen Verlust eingebüßt und alle waren happy, dass wir etwa 10 Euro Gewinn gemacht haben.
Danke auch an liebe Leute in Deutschland, die uns ermöglicht haben Backformen und sonstiges Handwerkszeug zu erstehen und uns somit zu „Startkapital“ verholfen haben!
Jetzt steht 3 Mal/ Woche Bachgruppe an! Betet mit, dass die Mädels bei der Stange bleiben, wir auch geistlich zusammen wachsen und unseren Kundenkreis gut bedienen können.

Montag, 6. September 2010

Meilensteine

Meilenstein 1
Nach rund 8 Jahren Schnullis suchen, waschen, geben, nehmen und überhaupt, hat auch unser Jüngster beschlossen, diesen Gummipfropfen, wie wir sie genannt haben, ade zu sagen. Das ist für uns klasse (nicht nur, weil es in Burundi keine guten zu kaufen gibt), sondern weil wir als Eltern wieder ein wenig mehr Freiheit gewinnen und einen Schritt weiter sind (und es ist nichts davon zu spüren "wie schnell doch die Zeit vergeht").

Meilenstein 2
Nach 2 Jahren Arbeit in Burundi haben wir ab heute Planungstage mit Kindern und Jugendlichen aus unserem Projekt in Muramvya. Dort wollen wir konkrete Schritte planen und fixieren, wie ein kirchlicher Jugendclub (BAHO-Club) eingeführt werden kann. Ein Club, der das Ziel hat, die Kinder und Jugendlichen unabhängiger und alltagspraktischer in ihrem Glauben zu machen und ihnen hilft, eine Plattform zu haben, deren Momente sie selbst bestimmen können. Ich freue mich sehr, dass Jacques während meiner Abwesenheit das weitergetrieben hat und sich die Arbeit so entwickelt hat.

Zum link meiner Masterarbeit, die sich mit partizipativen Methoden kirchlicher Jugendarbeit beschäftigt, geht es hier, der alte funktioniert nicht mehr.

Donnerstag, 2. September 2010

Master of Desaster

Vor rund einer Woche war ich (Stefan) noch in Fulda und habe dort meine Masterarbeit verteidigt. Es war eine gute Zeit, vor allem die Feier mit den anderen Studenten im Anschluss. Wen es interessiert, der findet die Arbeit hier zum download.
Im Prinzip geht es um partizipative Methoden, die in der kirchlichen Jugendarbeit in Burundi angewandt werden können und zur Armutsreduktion helfen. Da wir in BAHO mit den Armen der burundischen Gesellschaft arbeiten, hat es sich natürlich angeboten, über dieses Projekt zu schreiben. Viel Spaß beim Lesen – über Kritik und Anregungen freue ich mich natürlich.

Montag, 30. August 2010

Wieder in Burundi

Seit gestern sind wir wieder in Burundi gelandet. Der Flug war anstrengend, weil Nachtflug, aber unsere Jungs haben es super mitgemacht. 6 bzw. 8 Wochen Deutschland liegen hinter uns und wir werden in den nächsten Tagen sicher Mal drüber schreiben. Dass wir in Burundi sind, haben wie schnell gemerkt: wir haben wieder nur einige Stunden Wasser am Tag und mit dem Strom gab es in den letzten Wochen auch immer wieder Probleme – es ist eben Trockenzeit. Wir hoffen, dass es nicht zu lange dauert, bis der nächste Regen fällt – und mit unserer Rückkehr hört jetzt auch die Trockenzeit im blog auf …

Montag, 26. Juli 2010

Wir sind in Deutschland

Da wir gerade in D sind und mit Arztbesuchen, Gottesdienste halten und Freunde sehen beschäftigt sind (letzteres freut uns riesig!), sind die news im blog rar geworden!

Unser Eindruck: In D sind wenig Leute auf der Strasse und es ist toll grün!