Dienstag, 6. Januar 2009

Weihnachtsfeier im Projekt


Hier noch eine Meldung, die ich für die homepage der Liebenzeller Mission geschrieben habe:

Rund 270 Kinder und 100 Erwachsene nahmen am Dienstag, 30. Dezember an der Weihnachts- und Neujahrsfeier des Straßenkinderprojekts BAHO (Kirundi für „Leben ermöglichen“) in Burundi teil. „Das geht hier ja ab“ meinte eine Besucherin über die fetzigen Lieder, die vielen Tänze und die fröhlichen Menschen in der Kirche im Stadtteil Ruziba im Süden der Hauptstadt Bujumbura. Ein einheimischer Evangelist motivierte in seiner Predigt die Besucher, trotz der widrigen Lebensumstände nicht die Hoffnung zu verlieren, denn „Gott ist die Hoffnung“ so der Prediger. Der Liebenzeller Missionar Hoffmann ermutugte die Teilnehmer der Feier unter anderem dazu, im Alltag Liebe und Hoffnung auch an andere weiterzugeben.
Beteiligt waren an der Feier vier Chöre aus verschiedenen Gemeinden, die mit den Kindern zusammen eine ausgelassene Atmosphäre schafften, in der sich die Besucher aus armen Verhältnissen sehr wohl fühlten. Zum Abschluss der rund vier stündigen Feier präsentierten die Kinder des Stadtteils Ruziba ein Anspiel, in dem sie die Wichtigkeit des Projekts BAHO für ihre Familie auf lustige Weise präsentierten. Nachdem jedes Kind des Projekts ein Geschenk erhalten hatte, ging es dann nach Hause. Am vergangenen Samstag, 3. Januar, führten die Projektverantwortlichen eine ähnliche Feier für die rund 220 Kinder, die im Baho Programm in Muramvya beteiligt sind, durch. Auch in der Stadt im Landesinneren herrschte eine tolle Stimmung. Ein Chor aus der Hauptstadt war mitgekommen und so konnten die Kinder zusammen mit rund 50 Erwachsenen Besuchern ausgelassen tanzen und feiern.

Donnerstag, 1. Januar 2009

Gesegnetes Neues Jahr

Wir wünschen Euch allen ein gesegnetes Neues Jahr. Wir haben zusammen mit Freunden, die uns für zwei Wochen besuchen, und mit unseren Teamkollegen und deren Besuchern auf unserer Terrasse gefeiert. Wir konnten zusammen draußen sitzen und den lauen Abend und die Nacht genießen. Neben indischem Essen und Zeit sich zu unterhalten haben wir einen persönlichen und politischen Jahresrückblick gemacht. Dabei ist uns als Familie wieder neu bewusst geworden, wie das Jahr 2008 für uns von Abschieden geprägt war. Wie sehr wir dabei auch unsere Grenzen als Paar, Familie und Einzelner kennengelernt haben. Wir haben aber auch festgestellt, dass Gott uns in diesen Zeiten begleitet hat und Menschen uns immer wieder Mut zugesprochen haben. Danke Euch, dass ihr diesen Schritt nach Burundi begleitet.
Wir wünschen uns und Euch für dieses Jahr, dass wir in allen Begegnungen und Erfahrungen spüren, wie Gott bei uns ist und wir durch die verschiedenen Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen, sehen, wie wir wachsen.

Freitag, 26. Dezember 2008

Heilig Abend Gottesdienst





So wie versprochen gleich die Bilder unseres Heilig Abend Gottesdiensts. Wie gesagt, für uns war es eine reale Weihnachsterfahrung - ein einfaches Umfeld, mit Wärme, Sonne und vielen Menschen aus verschiedenen Hintergründen und mit verschiedenen Nationalitäten (Insgesamt 4!).Posaunenchor, Einzug der Hirten und Engelchor.
Außerdem noch ein Bild, das ich in unserem burundischen Weihnachtsgottesdienst aufgenommen habe.

Gestern wollten wir Euch einen Rundbrief zu Weihnachten schicken. Leider hat GMX meine Mail wieder als Spam eingestuft, daher jetzt erst mal den Brief im blog.
Manche haben dahingegen den Brief viermal bekommen, was damit zu tun hat, dass GMX die Mail so oft an einen Empfängerkreis verschickt hat. Ich versuche, das Problem zu lösen. Jedenfalls - Frohe Weihnachten!



Liebe Freunde,
Wir wünsche Euch frohe Weihnachten, wo auch immer ihr diesen Rundbrief empfangt. Wir lernen gerade, unsere Wahrnehmung, dass Weihnachten mit Schnee (bei manchen von Euch vielleicht Matschregen), bekannten Gerüchen und Schmücken und so weiter zu tun hat, zu ändern und wollen uns immer mehr auf die Spur der wahren Weihnacht machen (bietet sich bei der Wärme an, oder?). Anbei ein Bild, wie Silas Weihnachten sieht.
Gott kommt. Mitten ins Leben.
Frohe Weihnachten Euch! Und ein gesegnetes neues Jahr!
Danke für all Eure Telefonate, Mails, Briefe und Pakete.
Eure Hoffmanns aus Burundi

P.S: Bilder von unserer deutschen Weihnachtsfeier in Burundi (ja, wir haben gestern einen Familiengottesdienst an Heilig Abend auf Deutsch gefeiert und dazu die anderen Deutschen, die hier sind, eingeladen) gibt es die nächsten Tage im blog ebenso unser Eindruck von Weihnachten hier …

Freitag, 19. Dezember 2008

Trommeln in der Kirche


Dank einiger Spenden konnten wir einen Teil unseres Projekts revitalisieren. Wir haben eine burundische Trommelgruppe in unserem Projekt. 20 unserer Kinder sind da drin und üben mit ihren Trommeln christliche Lieder ein. Die Trommeln (besser: die Felle) waren kaputt gegangen, weil das Holz der Trommeln noch nicht trocken war und sie sich somit noch verzogen haben und die Häute gerissen sind. Jetzt können wir die Trommeln neu bespannen und sie werden höchstwahrscheinlich zur Weihnachtsfeier mit den Kindern eingesetzt. Die Weihnachtsfeier (hier kombiniert mit Neujahrsfeier) soll in den Schulferien am 30.12. stattfinden. Ich bin schon sehr gespannt wie das wird. Unsere eigene Weihnachtsstimmung hält sich immer noch in Grenzen – es ist einfach so, als ob im Juli jemand sagen würde, nächste Woche ist Weihnachten und weder die Geschäfte noch man selbst ist drauf eingestellt. Einzige Ausnahme was Geschäfte anbelangt: unser chinesischer Supermarkt hat Plastikbäume, die zwar jedes Jahr wieder verwendet werden können, aber total hässlich sind. Der Hintergrund ist, dass bis vor einigen Jahre viele echte Bäume geschlagen und verkauft wurden. Aber der Präsident hat dem ein Riegel vorgeschoben und es verboten, weil es dem Boden und der Umwelt nicht gut tut. Seither sind chinesische, blinkende Kitschplastikbäume in Burundi angesagt. Wir wünschen Euch einen schönen 4. Advent!

Montag, 8. Dezember 2008

„Gott hat es gut gemacht“

Nils ist begeistert. Am Freitagabend waren wir mit ihm beim Arzt, der meinte, dass was an seinem Arm gebrochen sein könnte und wir am Samstag zum Röntgen müssten. Nils hatte riesen Schmerzen in der Nacht. Wir haben dann zusammen gebetet, auch dass der Arm nicht gebrochen ist, und als wir am Samstag dann beim Röntgen waren, hat sich rausgestellt, dass es eine Verstauchung ist. Seit gestern ist Nils schmerzfrei und erzählt jedem „Gott hat es gut gemacht – mein Arm ist nicht kaputt“. Wir freuen uns, dass Gott auch in solchen Dingen unsere Gebete erhört.
Am Samstag war die Zukunftswerkstatt und in den nächsten Tagen werden wir sie auswerten, dann kann ich mehr davon erzählen. Nur so viel: es waren weniger Kinder da, als erwartet, weil ein Marathon in der Stadt stattfand und am Samstag auch Examensarbeiten in manchen Schulen angesetzt waren und deshalb einige nicht kommen konnten.

Freitag, 5. Dezember 2008

Nikolaus und Advent


Der Nikolaustag im Kindi war cool sagt Nils, denn: „ich hab was geschenkt gekriegt“. In der Schule und Kindergarten ist heute der Nikolaus gewesen und hat jedem der Kinder ein kleines Geschenk gemacht. So tapfer wie Nils waren einige der anderen Kinder allerdings nicht. Der riesige Bart und der dicke Mantel waren für manche dann doch eher furchteinflößend und es brauchte schon Überwindung und die Hilfe von Mama oder Papa, um zum Nikolaus zu gehen und das Geschenk abzuholen. Für die meisten Menschen in Burundi ist Nikolaus aber weder ein besonderer Mann noch haben seine Taten hier eine Bedeutung. Nikolaus ist unbekannt. Wir halten aber an dem Brauch fest und da wir hier keine Stiefel haben, haben wir Sandalen der Kinder genommen und was reingemacht. Leider hat Nils sich am Nikolausvorabend beim Kämpfen mit Silas den Arm verletzt – morgen müssen wir röntgen und sehen, was los ist. Hoffentlich nicht gebrochen. Manche von Euch fragen uns, wie wir Advent verbringen: In dieser Adventszeit lesen wir abends regelmäßig eine Adventsgeschichte, machen dazu eine Kerze an und öffnen Türen in verschiedenen Adventskalendern – einer sogar digital! Dabei ist es witzig, dann unsere Symbole wie Schlitten oder Glöckchen in den Kalendern zu sehen –irgendwie wirken sie hier einfach fremd …